Womit erreicht die AB ihre Ziele?

Um auch für besonders benachteiligte Jugendliche das Ziel eines von sozialen Hilfen unabhängigen und selbstbestimmten Lebens zu ermöglichen bieten wir im Moment drei Angebote an.


 

Kompetenzagentur Ulm: Beratung und Betreuung

 

3 Kernangebote:

 

1. Modellprojekt: "JUGEND STÄRKEN im Quartier" 

Das ist eine anerkannte Beratungsstelle zur sozialen und beruflichen Integration besonders benachteiligter Jugendlicher.

 

2. Projekt "Wege in Integration" Ulm und Alb-Donau-Kreis 

Es beinhaltet neben tagesstrukturierenden Angeboten auch unser seit vielen Jahren sehr erfolgreich arbeitendes Hauptschulabschlussprojekt, das in Zusammenarbeit mit der vhulm erfolgt.

 

3. Angebot "Indi-Hasa" Individuelle Wege zum Hauptschulabschluss. 

Mit dieser Maßnahme werden Jugendliche in Einzelbetreuung gefördert und zum Hauptschulabschluss geführt. Zielgruppe sind Jugendliche, die von einer regulären Schule nicht mehr beschult werden wollen oder können. Es wird als Kleinstgruppe durchgeführt, mit individueller Lernstoff-Auswahl und wenn nötig individuellem Unterricht.

 

 

 

Das Modellprojekt "JUGEND STÄRKEN im Quartier" über die Stadt Ulm beinhaltet drei Bausteine bei der Anderen Baustelle.

 

Baustein 1: "Erste Anlaufstelle - niederschwellige Beratung - aufsuchende Jugendarbeit"

 Jugendliche mit individuellem Förderbedarf (z.B. Schulverweigerer, Neuzugewanderte, Maßnahmeabbrecher) können jederzeit und ohne Vorbehalte und Bedingungen anrufen oder persönlich vorbei kommen und eine kompetente Ansprechperson für die erste Kontaktaufnahme finden. Die Beratungstätigkeit wird darüber hinaus auch aufsuchend an den Orten, an denen die jungen Menschen wohnen oder sich gegenwärtig aufhalten, stattfinden. Diese Form der Einzelfallhilfe ist für alle gedacht, die nicht alleine den Weg in die Andere Baustelle finden.

Wenn notwendig wird der Jugendliche ins Casemanagement weitergeleitet. 

 

Baustein 2: "Casemangement"

 Der persönliche und berufliche Entwicklungsstand, die vorhandenen Kompetenzen und die derzeitige Lebenssituation des Jugendlichen sind Maßstab der angebotenen Hilfestellungen. Aus den Informationen der umfangreichen Situationsanalyse mit Standortbestimmung und aus einer ausführlichen Kompetenzbilanz wird in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ein individueller Integrationsweg entwickelt, umgesetzt und vom Casemanager begleitet.

 

Baustein 3: Mikroprojekt Schreinerwerkstatt 

Soll vor allem benachteiligte Jugendliche erreichen und diesen einen Kompetenzgewinn für ihre Lebensplanung bieten. Außerdem geht es darum, das soziale Miteinander und die Integration zu stärken. Es werden Projekte, wie z. B. die Renovierung von Bauwagen und Spielmobilen, die Herstellung von holzhandwerklichen Produkten für öffentliche Einrichtungen, das Kultivieren eines zugewachsenen Gartengrundstückes und die Renovierung des sich darauf befindlichen Blockhauses, usw. durchgeführt.

 

Die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Arbeit in Netzwerken ist für die Ulmer Jugendhilfe und Jugendberufshilfe unersetzlich und nicht wegzudenken.

 



Nahtlos an diese Hilfen dockt unser ESF-Projekt "Wege in Integration" an.
Dieses niederschwellige, aus fünf bis sechs (ADK) unabhängigen Bausteinen bestehende Angebot, ist vor allem für Jugendliche gedacht, die aus anderen bestehenden Hilfen herausgefallen sind und/oder die schnell und unbürokratisch betreut werden müssen, um nicht noch weiter sozial abzusteigen.
Es beinhaltet neben tagesstrukturierenden Angeboten auch unser seit vielen Jahren sehr erfolgreich arbeitendes Hauptschulabschlussprojekt, das in Zusammenarbeit mit der vhulm erfolgt.

 

1. Baustein „Casemanagement“

 Durch intensive, zielgerichtete Beratung und Begleitung werden die Jugendlichen dazu befähigt, sowohl das eigene, persönliche Netzwerk, als auch die professionellen, institutionellen Netzwerke des Casemanagers zu nutzen. Casemanagement wird so zu einem Beratungs- und Begleitprozess zwischen Casemanager und Jugendlichem, in dem eine möglichst passgenaue, kontaktfähige, soziale und berufliche Integrationsstrategie entwickelt wird. Dabei werden folgende Phasen durchlaufen: Erstgespräch, Anamnese, Kompetenzbilanz, Integrationsplanung, Leistungssteuerung,  Evaluation.

 

2. Baustein „Erreichen der Jugendlichen in ihren Sozial- und Lebensräumen“

 Ziel ist, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, damit es den jungen Menschen möglich ist, Hilfe anzunehmen. Schaffung elementarer Lebensvoraussetzungen als Grundlage für den Beginn einer schulischen und beruflichen Integration. Geordnetes Wohnen, gesicherter Unterhalt und persönliche Stabilität sollen in einer ambulanten Betreuung für alle Mädchen und Jungs sichergestellt werden. Die Bereitschaft für tagesstrukturierende und stabilisierende Angebote soll erreicht werden.

 

3. Baustein „Bildungsbaustein“

 Sprachliche und lebenspraktische Voraussetzungen zu schaffen, damit alle Wege in Schule und Beruf möglich sind, erfolgreicher Abschluss der Schulfremdenprüfung zum Hauptschulabschluss, Erreichen der Berufs- und Ausbildungsreife und im Anschluss Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit.

 

4. Baustein „Stabilisierung, Tagesstrukturierung“

 Eine schrittweise Hinführung an ein Arbeitsverhältnis erfolgt in Form von Verhaltenstraining, Veränderung problematischer Verhaltensweisen, Tagesstrukturierung, Arbeitstraining, Erhöhung der Belastbarkeit bis hin zum Achtstundentag.

 

5. Baustein „Fördern und Erhöhung der Leistungsfähigkeit“

 Kennen lernen produktionsähnlicher Bedingungen (genaue Fertigung, Strategien für effizientes Arbeiten) und Erhöhung  der persönlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, um den Schritt in die freie Wirtschaft zu vereinfachen. Die jungen Menschen erleben das tatsächliche Geschehen in einem handwerklichen Betrieb realistisch.

 

6. Baustein „Beschäftigung in Betrieben“

 Durch Vermittlung in Praktika und Probearbeitsstellen sollen die Jugendlichen an den realen Arbeitsalltag in der freien Wirtschaft herangeführt werden. Die persönlichen Beziehungen, die bei solchen Beschäftigungsformen entstehen, sind die beste Voraussetzung, auch Jugendliche mit weniger guten Zeugnissen in eine Berufsausbildung zu vermitteln (Nutzung des Klebeeffektes).

 

 



Zusammen mit unserem dritten Projekt "Indi HASA", in dem wir sehr erfolgreich seit 10 Jahren individuelle Wege zum Hauptschulabschluss für Schulversager und -verweigerer suchen und anbieten, verfügt die Andere Baustelle über ein Konzept aus einem Guss an der Schnittstelle Übergang Schule-Beruf für besonders benachteiligte Jugendliche.

 

Inhaltsbeschreibung:

Mit dieser Maßnahme werden Jugendliche, die von einer regulären Schule nicht mehr beschult werden wollen oder können in Kleinstgruppen oder auch Einzelbetreuung gefördert und zum Hauptschulabschluss geführt.
Es wird durchgeführt als Kleinstgruppe mit individueller Lernstoff-Auswahl und wenn nötig individuellem Unterricht.
Es findet zusätzlich eine notwendige intensive sozialpädagogische Begleitung des Prozesses statt.
Einzelangebote für nicht gruppenfähige Jugendliche sind möglich.

Zielgruppe:

Individuelle Wege zum Hauptschulabschluss ist ein Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren, die aufgrund sozialer Benachteiligung und/oder individueller Beeinträchtigungen auf professionelle Unterstützung angewiesen sind, um einen Schulabschluss zu erlangen bzw. ihre Bildungsperspektive und soziale Integration zu verbessern.

Dies sind Lernende, die

 

  • aus unterschiedlichen Gründen an einer Regelschule gescheitert sind
  • den Besuch einer Regelschule verweigern
  • den Besuch einer Regelschule abgebrochen haben
  • nicht zu einem Besuch der Regelschule zu motivieren sind
  • bisher keinen Schulabschluss erreichen konnten
  • sozial benachteiligt sind
  • bereits von Misserfolgen mit Bildungsmaßnahmen geprägt sind
  • bereits von anderen Jugendhilfe- oder Erziehungshilfeinstitutionen betreut werden und bei welchen ein entsprechender Bedarf festgesellt wurde
  • intensive sozialpädagogische Einzelhilfe oder Familienhilfe benötigen
  • (psychische) Erkrankungen haben
  • jung Mutter geworden sind

 

Maßnahmeziel und Zielerreichung:

Der Zeitplan und der Beginn der Angebote orientieren sich ganz an der Situation des Jugendlichen. Unterbrechungen des Prozesses sind möglich.
In der Regel werden folgende Phasen durchlaufen:

Einstiegsphase - mit Erstgespräch, Kompetenzanalyse, Zielorientierung

Individueller Lernprozess - individueller Lern- und Hilfeplan, Lernen lernen, Lernangebote, Stabilisierung der Persönlichkeit, berufliche Orientierung, individuelle Bewerbungen, Praktika.

Abschlussphase - sachliche, fachliche und psychische Prüfungsvorbereitung;
Erledigung der Formalitäten und Begleitung zur Prüfung.