Für wen arbeitet die AB?

Die Andere Baustelle Ulm e.V. arbeitet für und mit jungen Menschen aus der Stadt Ulm und dem Alb-Donau-Kreis, die soziale, fachliche, schulische und sprachliche Probleme haben.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für sie deshalb ohne zusätzliche Hilfen nicht zu erreichen. Sie sind in der Regel auch von den herkömmlichen bestehenden Förder- und Maßnahmeangeboten nicht erreichbar, oder kommen mit ihnen nicht zurecht.

 

Die Zielgruppe der Einrichtung sind überwiegend noch nicht berufsreife Jugendliche, aber auch besonders auffällige und gefährdete Jugendliche, die ohne zusätzliche pädagogische, psychologische Betreuung und soziale Förderung nicht gesellschaftlich und beruflich integriert werden können und deshalb von einem dauerhaften sozialen Abstieg bedroht sind.


Der schulische und berufliche Werdegang der Teilnehmer ist häufig dadurch gekennzeichnet, dass bereits vorhergegangene Integrationsbemühungen und berufsvorbereitende Maßnahmen gescheitert sind.

 

Dies sind insbesondere:

  • Jugendliche mit elementaren schulischen Defiziten oder ohne Hauptschulabschluss
  • Ausländische und übergesiedelte Jugendliche mit erheblichen Sprachproblemen, die sowohl eine berufliche als auch gesellschaftliche Integration verhindern
  • Jugendliche mit schweren Problemen im Elternhaus, deren Wohnsituation stark gestört und gefährdet ist und bei denen ein Bruch der familiären Beziehungen zu erwarten sind
  • Jugendliche mit Wohnproblemen, die sich entweder in gekündigten oder anderen unklaren Wohnverhältnissen befinden oder bereits die Wohnung verloren haben
  • Jugendliche mit latenten Drogenproblemen und Suchtgefährdung
  • Jugendliche mit seelischen Problemen oder einem durch eine klassische Versagerkarriere stark beschädigten Selbstwertgefühl
  • Jugendliche Schulverweigerer mit "Maßnahmenkarriere"
  • Jugendliche die Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch waren oder sind
  • Jugendliche mit beginnender Straffälligenkarriere, in Bewährungssituation oder nach einer Strafentlassung
  • Jugendliche mit Schulden und Problemen bei der Alltagsbewältigung
  • Jugendliche, bei denen ein Scheitern beim Übergang Schule Beruf schon vor der 9. Klasse zu befürchten ist und bei denen die schulinternen Möglichkeiten ausgeschöpft sind

Dies ist eine unvollständige Liste, die jedoch die häufigsten Gefährdungen beschreibt.

 

Diese und andere Jugendliche wollen wir unterstützen, halten und stärken, um sie zu befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir unterscheiden nicht nach Klassifikationen wie Religion, Rasse oder Geschlecht, lediglich die Altersgrenze für unser Angebot liegt bei 27 Jahren.